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die goldenen Katzen-Jahre

Wie Halter ihren Samtpfoten das Leben im Alter erleichtern können
Nein, ansehen kann man es ihnen nicht wirklich: Katzen bekommen im Alter kein plissiertes Gesicht (Plissee = Falten). Und auch graue Haare sind eine eher rasse- als altersbedingte Erscheinung. Trotzdem altern die beliebten Haustiere. Und dabei können die Halter ihren Samtpfoten das Leben leichter machen. „Ein Katzenjahr gleicht sieben Menschenjahren“ lautet eine alte Faustregel. Sie wird zwar mittlerweile als falsch angesehen, da sich die Entwicklung der Katze in den ersten Jahren schneller abspielt, dennoch erreichen die Samtpfoten mit neun Jahren zumeist ihren letzten Lebensabschnitt: das Alter. Das kann dann gut und gerne eine weitere Dekade anhalten, erklärt der Tier-Ratgeber. Im Gegensatz zu frei lebenden Katzen können „behütete“ Hauskatzen ein Alter von 15 bis 20 Jahre erzielen. Und mit der Unterstützung des Menschen werden es sogar goldene Jahre.

Viel Verständnis, gute Pflege
Grundsätzlich wird im Alter der gesamte Lebensrhythmus heruntergefahren – ein wenig so, wie alle Katzen es jetzt in der dunklen Jahreszeit machen. Deshalb ist es für die ältere Katze wichtig, dass in der Wohnung Ruhezonen geschaffen werden und auch sonst dafür gesorgt wird, dass alles bleibt wie es ist. Natürlich kann letztlich nur der Halter entscheiden, was der Katze gut tut. Viele ältere Samtpfoten sind jedoch grundsätzlichen Veränderungen gegenüber nicht mehr so aufgeschlossen. Ein Umzug zum Beispiel könnte eine Belastung für sie sein.

Altersgerechte Wohnung
Einige wenige Veränderungen in der Wohnung können jedoch sinnvoll sein. „Seniorenfreundlich“ ist das Zauberwort. Dazu gehört beispielsweise, weitere Katzenklos und Wassernäpfe aufzustellen, damit die Wege für den Stubentiger kurz sind. Kleine Treppen und Leitern helfen, Steigungen zu überwinden. Der Lieblingsplatz könnte ein zusätzliches Heizkissen erhalten. Besonders achten – wie sonst auch – sollte man auf Zugluft. Die mögen ältere Katzen genauso wenig wie wir Zweibeiner.

Nahrung soll Medizin sein
Ältere Katzen neigen gelegentlich zu Übergewicht. Das wiederum kann eine Ursache für Gelenkschmerzen oder Herzprobleme sein. Deshalb sollte das Futter den veränderten Bedürfnissen und Eigenschaften der Katze angepasst werden. Fragen dazu beantworten der Tierarzt oder andere Katzenhalter. Gutes, gesundes Futter ist – neben stets frischem Wasser – in jedem Alter notwendig für Katzen.

Pflege ist wichtig
Jede Katze hat ihre eigene Vorliebe bezüglich Körperkontakt und Pflege. Unbestritten ist, dass man im Alter stärker Wert darauf legen sollte. Die Krallen wetzen sich zum Beispiel weniger stark ab, weil draußen weniger rumgetigert wird. Deshalb: regelmäßig Krallen kürzen. Auch auf die Pfoten sollte man achten. Sind sie zu trocken? Bilden sich Risse? Dann kann man sie eincremen. Und die Augen samt Ohren regelmäßig säubern. Das Fell ist wie gewohnt zu bürsten. Grundsätzlich sollte man beachten, dass ältere Katzen empfindlicher reagieren können. Mit der nötigen Sanftmut bei der Pflege wird man richtig liegen – denn ein gesundes Tier, das sich wohlfühlt, wird leichter älter.

Besuch beim Tierarzt
Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen sind beizubehalten. Der jährliche Besuch beim Tierarzt sollte jetzt aber auch genutzt werden, um mehr über Vorsorge beim Tier zu erfahren. Eine gute Idee: Die Zähne von Zahnstein reinigen lassen. Mundhygiene ist bei älteren Katzen extrem angeraten.

Spielen? Na klar!
Noch immer tummeln sich Gerüchte, dass ältere Katzen Spielverderber seien. Das stimmt nicht. Jede Katze bleibt neugierig, jede Katze freut sich über katzengerechtes Spielen. Jeder Halter weiß, was seine Katze am liebsten macht und wie lange.

Der letzte Gang
Komplett ziehen sich manche Katzen zurück, wenn sie das eigene Ende spüren. Als ob sie den letzten Gang allein erledigen wollen. Andere schmusen stärker, möchten zum Abschied ihre Zuneigung zeigen. Vorteilhaft ist es, wenn man sich schon einmal mit dem Gedanken vertraut macht, dass die Katze irgendwann für immer gehen wird. Doch bis es soweit ist, sollte man eine wunderbare Zeit mit seiner Katze verbringen – ganz egal, wie alt sie ist.

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