Archive for Dezember, 2009

Hund oder Katze sind kein Überraschungsgeschenk

Geschenke so vielfältig wie die Tierarten selbst – Bei Auswahl auf Sicherheit achten

Alle Jahre wieder wünschen sich Kinder ein Heimtier zu Weihnachten. Auch wenn viele Eltern ihrem Nachwuchs kaum etwas abschlagen können: Tiere gehören nicht auf den Gabentisch. Denn in manchen Fällen währt die Freude über den neuen tierischen Mitbewohner nur kurz. Wer schon Hunde- oder Katzenbesitzer ist, kann seinen Liebling zum Fest mit kleinen Aufmerksamkeiten erfreuen.

„Tiere sind keine Spielzeuge, die man nach den Feiertagen wieder umtauschen kann. Kinder sollten sich vorab gemeinsam mit ihren Eltern über die grundlegenden Bedürfnisse der Heimtiere informieren“, mahnt Klaus Oechsner, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), und rät Eltern davon ab, Heimtiere als Weihnachtsüberraschung zu verschenken.

Kauf gründlich überlegen
Generell sollten Tierfreunde vor der Anschaffung eines Heimtieres prüfen, ob es zum eigenen Lebensstil passt und ob sich alle Familienmitglieder für die ausgewählte Tierart begeistern können. Oechsner empfiehlt, zu Weihnachten erst einmal Ratgeber-Literatur oder einen Gutschein aus dem Zoofachgeschäft zu verschenken.
„Eine glückliche Beziehung zwischen Tier und Mensch kann nur entstehen, wenn die Tiere artgerecht gehalten werden. Dazu gehören genügend Auslauf und Zuwendung, aber auch artgerechtes Zubehör.“ Besser sei es, das Tier vor Weihnachten gemeinsam auszusuchen und erst nach den Feiertagen anzuschaffen. An den aufregenden Weihnachtstagen können sich die Tiere normalerweise nicht in Ruhe eingewöhnen.

Leckerli statt Plätzchen
Tiere betteln in der Weihnachtszeit zuweilen um Süßigkeiten wie zum Beispiel Weihnachtsplätzchen. „Die sollte man seinen Tieren nicht geben, sondern ihnen lieber mit einem eigenen Geschenk eine Freude machen“, sagt Klaus Oechsner. Fröhliches Schwanzwedeln und seliges Miauen erreichen Tierhalter schon mit einem Leckerli oder einem Spielzeug. Der weihnachtliche Festschmaus der Familie sollte für das Tier tabu sein. Gegen einen artgerechten Extra-Leckerbissen ist dagegen nichts einzuwenden; viele Snacks unterstützen sogar die Gesundheit des Heimtieres, zum Beispiel die Zahnpflege oder Gefiederund Fellbeschaffenheit. Etwas Besonderes sind auch artgerechte Naschereien aus dem Zoofachhandel.
„Spezielles Futter ist durchaus sinnvoll“, erklärt Achim Schütz, Pressesprecher der Fressnapf Tiernahrungs GmbH. „Viele Tierhalter wollen auch ihrem Haustier an den Feiertagen etwas besonders Gutes geben und füttern vom Tisch. Das kann zu gesundheitlichen Problemen bei den Vierbeinern führen, denn typische Weihnachtsgerichte wie beispielsweise Gänsebraten sind viel zu fett und zu stark gewürzt.“ In den Fachmärkten für Heimtierbedarf gibt es zum Beispiel die Festtagsmenüs mit Lachs, Elch, Ente oder Garnelen für Hunde und Katzen, die dem menschlichen Bedürfnis nach Festtagsstimmung entgegenkommen.

Artgerechtes Spielzeug
Knapp 75 Prozent der deutschen Tierhalter beschenken ihre Haustiere. Das ist das Ergebnis einer von Fressnapf beauftragten repräsentativen Umfrage. Nicht nur Hunde und Katzen finden ein Päckchen unterm Weihnachtsbaum, auch Meerschweinchen, Hamster und Vögel sogar Reptilien und Fische werden bedacht. Tierische Geschenke sind so viel¬fältig wie die Tierarten selbst. Das reicht von Kauknochen aus Büffelhaut und Schweineohren für Hunde über Leinen und Halsbänder bis zu originellen und hochwertigen Zubehörartikeln wie beispielsweise Hunde-Lounge-Sessel aus Rattan, Betten, Kissen, Decken, Spielzeug, einem Designer-Kratzbaum oder einer Hängematte für Katzen im Giraffen-Look. Ganz im Trend: Geschenke selber machen. Schönen und kreativen Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wer ein bisschen handwerkliches Geschick hat, kann gemeinsam mit der ganzen Familie eine Überraschung basteln. Bei der Auswahl des Spielzeugs ist Vorsicht geboten, mahnt der ZZF: Tierfreunde sollten darauf achten, dass die Spielgeräte gut verarbeitet sind, damit die Vierbeiner sich nicht verletzen können.

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