Kater sind meist Linkspföter

Katzenpfote

Linke Pfote hoch: Also ein männliches Tier?

London. Kater sind meistens Linkspföter, während weibliche Katzen schwierige Bewegungsaufgaben meist mit der rechten Pfote bewältigen. Das haben britische Forscherinnen in Tests mit 42 Hauskatzen herausgefunden. Wahrscheinlich seien Geschlechtshormone bei den Tieren für die unterschiedliche Prägung der Händigkeit verantwortlich, erklären Deborah Wells und Sarah Millsoppa von der Queen’s University in Belfast. Über ihre Arbeit berichtet der Onlinedienst des Wissenschaftsmagazins „New Scientist“.

Die Forscherinnen ließen für ihre Tests 21 weibliche Katzen und ebenso viele Kater mehrmals hintereinander Thunfischstücke aus einem engen Behälter fischen und beobachteten dabei, ob sie dazu eher die linke oder die rechte Pfote verwendeten. Dabei zeigte sich ein extremer Geschlechtsunterschied: 20 der 21 Kater griffen immer mit links zu, während bei den weiblichen Tieren nur ein einziges die linke Pfote verwendete.

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Was Tierfreunde für Straßenhunde tun können

In diesem Artikel geht es zwar nicht um Katzen, dafür aber um streunende Hunde. Ich finde, dieses Thema sollte man auch ansprechen und darüber nachdenken!

Ein Herz für Streuner

StreunerMillionen Deutsche verbringen ihren Urlaub im Süden. Doch die Ferienstimmung ist unter Umständen schnell getrübt, wenn ihnen streunende Hunde begegnen. In Spanien, Italien oder auch Griechenland sind jede Menge von ihnen unterwegs. „Da muss man doch was tun!“, denken dann viele Tierfreunde. Und wer das wirklich will, der kann das auch. Sie sollten aber wissen: Streuner sind in aller Regel keine Kuscheltiere.

Besonders schlimm sei die Situation in Ländern, in denen es keine ernsthaften Konzepte gegen eine unkontrollierte Vermehrung der Tiere gibt. „Leider ist das in fast allen süd- und osteuropäischen Ländern der Fall“, sagt Magdalena Scherk von der Tierrechtsorganisation PETA in Gerlingen. Für viele Straßenhunde bedeute jeder Tag den Kampf ums Überleben, sagt Magdalena Scherk. Nach Fressbarem suchen die Vierbeiner auf Müllhalden oder im Haushaltsmüll, Im besten Fall werden sie von Touristen, Tierschützern oder Anwohnern notdürftig versorgt. Trotzdem sind viele der Hunde unterernährt und krank.

Wer im Internet sucht, wird viele Seiten von Gruppen finden, die sich für Streuner im Ausland engagieren und sie an deutsche Halter vermitteln. Doch nicht alle sind seriös: Schwarze Schafe haben es allein auf das Geld gutgläubiger Tierfreunde abgesehen. Eine seriöse Organisation wird vor Ort und auch bei den Tierfreunden zu Hause kontrollieren, ob sie die richtigen für den Vierbeiner sind. Außerdem informiert sie Interessenten bereitwillig und ausführlich über den körperlichen und psychischen Zustand eines in Frage kommenden Hundes.

Hund im TierheimAuch die TV-Moderatorin Sonja Zietlow wollte etwas für streunende Hunde tun und hat daher auf Mallorca den Verein Dingo gegründet. „Wir päppeln kranke, herrenlose Hunde wieder auf, suchen Pflegestellen für Sie, vermitteln die Vierbeiner an tierliebe Menschen in Deutschland und helfen anderen Tierschutzvereinen“, umreißt Sonja Zietlow die Aufgaben ihres Vereins.

Die Moderatorin und ihre Mitstreiter suchen zum Beispiel laufend nach „Flugpaten“, die Hunde im Flieger nach Deutschland mitnehmen. „Dort haben wir Pflegestellen, bei denen die Tiere so lange bleiben können, bis sie von Tierfreunden adoptiert werden.“ Dingo vermittle keine Hunde nur nach Ansicht auf einem Foto. „Wer einen unserer Schützlinge adoptieren will, kann ihn in der Pflegestelle mehrmals besuchen.“ Nur auf diesem Weg lasse sich feststellen, ob die Chemie zwischen dem Zwei- und dem Vierbeiner stimmt.

Längst nicht alle Urlauber dürften schon vor der Reise wissen, dass sie Streuner unterstützen wollen. Wer deshalb vor Ort nicht weiß, an wen er sich wenden kann, dem rät Sonja Zietlow, beim örtlichen Tierheim vorbeizuschauen. „Die Mitarbeiter dort wissen am besten, wie man helfen kann.“

Wer sich entschieden hat, einen Hund zu adoptieren, muss unbedingt die Einführungsbestimmungen beachten, sagt Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. So seien ein EU-Heimtierpass und bestimmte Impfungen wichtig. „Seriöse Vereine kümmern sich darum.“
Katrin Umlauf rät Interessenten darüber hinaus, vorher möglichst viel über den Vierbeiner in Erfahrung zu bringen. Sonst könnte es Probleme geben: „Straßenhunde sind es gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Sie jagen gerne und kennen keine geschlossenen Räume.“ Daher müsse das Tier voraussichtlich zunächst einmal an der Leine geführt werden. Und nicht immer könne man ihm all diese Angewohnheiten abtrainieren.

„Teilweise sind Streuner nicht gut auf Menschen sozialisiert, weil sie in ihren Heimatländern oft von ihnen verjagt wurden“, erläutert Umlauf, Auch deswegen sei es wichtig, die Vorgeschichte des Hundes zu kennen. „Hat er mal in einer Familie gelebt, die ihn irgendwann nicht mehr wollte, kommt er besser mit Menschen klar als seine Artgenossen, die von Geburt an auf der Straße gelebt haben.“

Streuner im TierheimSonja Zietlow hat mit vielen Straßenhunden andere Erfahrungen gemacht: „Sie wissen genau, wie sie sich den Zweibeinern gegenüber verhalten müssen, um etwas zu fressen zu bekommen. Außerdem spüren sie schnell, wer gut zu ihnen ist und von wem sie lieber Abstand halten sollten.“ Klar hätten auch Straßenhunde ihre Macken. „Aber wer hat die nicht?“

Katrin Umlauf findet es aber nicht in jedem Fall gut, die Hunde aus ihrer Umgebung zu nehmen. „Viele haben sich eingelebt und würden es nur als Stress empfinden, wenn man sie plötzlich in eine fremde Familie bringt.“ Manchmal bringe es mehr, Vereine zu unterstützen, die vor Ort helfen und sich darum kümmern, dass sich die Hunde nicht mehr ungebremst vermehren. „Davon haben alle Tiere etwas.“

Übrigens: Wer sich für herrenlose Hunde und Tiere engagieren möchte, der kann dies auch hier tun und in den regionalen Tierheimen nachfragen!

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Schutz vor schwerer Krankheit

Impfungen für Hunde und Katzen | Vorsorge / Nicht am falschen Ende sparen

Impfstoff vom TierarztEs ist nur ein kleiner Pieks, doch er kann vor schweren Krankheiten schützen. Impfungen gibt es auch für Tiere. Besonders für Hunde und Katzen rät die Ständige Impfkommission ver-schiedener Tierverbände zu regelmäßigen Impfungen. Nur so können demnach die Vierbeiner geschützt werden und lässt sich gleichzeitig ein Ausbreiten der teils sehr gefährlichen Erkrankungen verhindern.

„Tierhalter sollten auch während einer finanziellen Krisenzeit nicht am falschen Ende sparen, selbst wenn die Finanzen gerade mal nicht im Lot sind, sondern ihre Tiere impfen lassen“, sagt Ursula Bauer von der Aktion Tier aus Berlin. Und Ute Tietjeri von der Bundestierärztekammer in Bonn ergänzt: „Nur so kann man seine Tiere schützen – besonders die, die draußen herumlaufen.“

Die Ständige Impfkommission vet. (StIKo vet.) hat einen Plan aufgestellt, nach dem Hunde und Katzen geimpft werden sollten. „Wir empfehlen zuerst eine Grundimmunisierung für Jungtiere und später Auffrischimpfungen in regelmäßigen Abständen“, sagt Astrid Behr, Koordinatorin der Impfkommission und Sprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte in Frankfurt.
Für Hunde bedeutet das, dass sie in der achten Woche gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose und die Leberentzündung HCC geimpft werden sollten.

„Die Welpen sind in den ersten Wochen noch durch die Mutter geschützt, doch ab der siebten Woche gehen die mütterlichen Antikörper gegen diese Erkrankungen zurück“, erklärt Astrid Behr.
Mit einem Impftermin allein ist es allerdings nicht getan: „Die Bildung neuer Antikörper durch die Impfung wird von mütterlichen Antikörpern im Blut der Welpen gestört“, sagt Behr. Damit das Tier optimalen Schutz hat, sind deshalb weitere Impfungen notwendig. Die StIKo vet. rät, die Hunde in der zwölften Lebenswoche erneut gegen die vier genannten Krankheiten sowie gegen Tollwut impfen zu lassen.

Katzenkorb für den TierarztIn der 16. Woche wird der Schutz gegen Staupe, HCC, Parvovirose und Tollwut erneuert. „Schließlich wird die Grundimmunisierung im 15. Lebensmonat mit Impfungen gegen alle fünf Krankheiten inklusive Tollwut abgeschlossen“, so Astrid Behr. Um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, sollten Hunde dann jährlich gegen Leptospirose und alle drei Jahre gegen Staupe, HCC und Parvovirose geimpft werden.
„Das ist alles keine Pflicht, es liegt im Ermessen der Halter“, sagt Behr. „Doch bei den Krankheiten handelt es sich um schwere Erkrankungen, die den Tieren sehr schaden, sie langfristig an einem unbeschwerten Leben hindern oder sogar töten können“. Hinzu kommt: Bei Tollwut-Verdacht wird ein nicht geimpftes Tier eingeschläfert.

Dennoch gibt es Kritiker. „Es ist richtig, dass der Körper der Tiere durch eine Impfung mit der Krankheit konfrontiert wird“, sagt Ursula Bauer. Dennoch sei das für fast alle Tiere kein Problem. „In seltenen Fällen kann es lokale Reaktionen an der Einstichstelle wie Schwellungen oder Rötungen geben. Aber das geht schnell wieder weg“, sagt Ute Tietjen.
Sie nennt einen weiteren Aspekt: Es sei aus virologischer Sicht nötig, einen bestimmten Anteil der Tiere zu impfen, damit sich Seuchen nicht ausbreiten können. Verzichten zu viele Halter darauf, gefährden sie neben dem eigenen Vierbeiner die gesamte Population.

Ähnliches gilt für Katzen. „Bei jungen Tieren wird ebenfalls eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche empfohlen“, sagt Behr. Die Impfungen erfolgen in ähnlichen Abständen wie bei Hunden.
Freilaufende Katzen sollten gegen Tollwut geschützt werden. Später gehört die Impfung gegen den Katzenschnupfen jährlich aufgefrischt, jene gegen Katzenseuche und Tollwut alle drei Jahre.

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Spiel ohne Grenzen

spielende KatzeEin Grund, warum das Zusammenleben mit Katzen so interessant und erfreulich ist, ist ihr ausgeprägtes Spielverhalten. Darin sind sie an Phantasie und Ausdauer nicht zu übertreffen. Die banalsten Gegenstände werden plötzlich zum Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit und muss von allen Seiten erforscht, gejagt oder bekämpft werden. Und dabei sind es nicht die im Tierhandel angebotenen Katzenspielsachen, sondern zufällig herumliegende Dinge wie Kartons und Schachteln, zusammengeknüllte Papierkugeln, Zopfhalter, Wollfäden, Blätter von Bäumen oder Balkonpflanzen, die der Wind hereingeweht hat, Fliegen oder andere Insekten, Staubwedel, Puppen und Plüschtiere, Tischtennisbälle, Schraubverschlüsse von Flaschen, kurz: alles was sich bewegt oder durch andere Eigenschaften ihre Neugier erregt.

Im Spiel trainieren Katzen ihre von der Natur großzügig mitgegebenen Reflexe und ihre Motorik, können dabei überschüssige Kraftreserven loswerden und – obwohl es meist überhaupt nicht danach aussieht – lernen sie dabei und erweitern ihre Intelligenz. Und obwohl oder gerade weil es beim Spiel keinerlei Regeln oder Ziele gibt, überrascht uns die Katze mit ihrer Ernsthaftigkeit, mit der sie ein bestimmtes Spiel verfolgt.

Von unseren Katzen hat jede ein bestimmtes Lieblingsspiel, das ihr auch nach dem hundertsten Mal immer noch Freude bereitet. Beim Spielen kann man an der Art und der Intensität mit der jede Katze ein Spiel betreibt, den Charakter und die Intelligenz der Katze erkennen. Manche spielen am liebsten mit anderen Artgenossen Fangerle, andere machen richtige Kunststücke beim Klettern, manche jagen stundenlang einem kleinen Ball hinterher und für einige ist es die größte Herausforderung, sich durch jeden Spalt und in jedes Loch zu zwängen. Das kam vielleicht daher, dass wir mal in verschiedenen Ecken kleine Leckerlis versteckt hatten, um zu sehen, welche Katze sie am schnellsten findet. Wer das war, kann man ja gut an seinem dicken Bauch erkennen. Wir haben schon seit einiger Zeit mit den Leckerlies aufgehört, aber ein Kater versucht immer noch durch jede Öffnung zu gelangen! Das Verhalten der Katze (siehe Video) kennen wir auch zu gut!

Update: Vor kurzem habe ich doch glatt eine Katze bei uns beobachten können, die sich in eine Creatin-Dose zwengen wollte. Wir haben die Dose natürlich sofort weg genommen. Wie das Creatin aber in unser Katzenabteil kam, wissen wir bis heute nicht. Update Ende.

Wir wissen nicht, ob das noch vertretbar ist, deshalb wäre es schön, wenn Sie uns ernsthaft ihre Meinung zu diesem Verhalten mitteilen würden. Vielleicht befindet sich unter Ihnen auch ein Katzenpsychologe, der uns einen Tipp geben kann, wie wir unseren Kater von seinem Einzwäng-Zwang wieder erlösen können, denn erst heute wieder hat er versucht sich durch eine Rolle Klopapier zu zwängen und dabei das ganze Bad verwüstet.

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Katzen lieben Matratzen

schlafende Katze auf StoffUnser Tierheim konnte nun endlich die lang geplante Erweiterung zur artgerechten Unterbringung unserer lieben Katzen vornehmen. In dem neuen Katzenhaus wurden insgesamt 3 neue Räume in Südlage für die Stubentiger eingerichtet, in denen sie nicht nur den ganzen Tag die neue warme Atmosphäre genießen können, sonder auch außer Hör- und Sichtweite der Hunde sind.

Bei der Ausstattung der Räume, in denen jeweils bis zu 10 Katzen untergebracht werden können, wurde ebenso viel Wert auf Kletter- und Bewegungsmöglichkeiten als auch auf individuelle Schlaf- und Rückzugsmöglichkeiten  gelegt. Dazu haben viele freiwillige Helfer in allen Räumen ein stabiles Klettergerüst vom Boden bis zur Decke aus Holzbalken angefertigt. Darin gibt es in verschiedenen Höhenlagen eingebaute Höhlen und Schlafplätze, die mit Matratzen ausgelegt sind, damit es auch so richtig gemütlich wird. Jede Katze hat auch schon ihren Lieblingsplatz darauf gefunden.

Damit die neuen Matratzen länger halten und auch leichter zu reinigen sind, sind wir auf die glänzende Idee gekommen, sie mit robusten Markisenstoffen zu beziehen. Diese Stoffe sind sehr reißfest und zudem noch wasserabweisend. Dadurch werden die Matratzen nicht zerkratzt und falls die lieben Katzen doch mal das Katzenklo nicht finden oder ihr Revier markieren müssen, lassen die strapazierfähigen Stoffe die Ausscheidungen nicht durchsickern.

Cat MattressBisher mussten wir alle paar Wochen die Matratzen der Schlafplätze erneuern, vor allem im Katzen-Kindergarten. Hier hinterlassen die Kleinen überall ihre Pfützchen bis sie endlich stubenrein werden. Wir hatten schon versucht, die Matratzen mit Gummimatten zu schützen, was aber nichts half, da die Kleinen dann nicht mehr darauf schlafen wollten. Aber auf den neuen Schlafplätzen mit den Stoff überspannten Matratzen fühlen sie sich richtig wohl. Hier können Sie toben und kratzen, spielen und schmusen und wenn mal was daneben geht, lässt es sich mit einem feuchten Tuch ganz einfach wieder wegwischen. Das schönste dabei sind noch die leuchtenden frischen Farben. Für die Katzen sind diese zwar nicht so interessant, aber uns macht es dadurch noch mehr Freude in den neuen Räumen für unsere Katzen zu sorgen.

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Warum markieren Katzen ihr Revier

Zu den natürlichen Verhaltensweisen der Katzen gehört das Markieren ihres Territoriums (Reviers). Es gibt zwei Arten der Markierung:

  1. das Markieren durch Duftsignale (chemisches markieren) und
  2. das Markieren durch optische Signale (optisches markieren).

150351_3305Beim chemischen markieren, also durch Duftsignale, werden senkrecht stehende Gegenstände, wie Bäume, Steine, Hauswände, Zaunpfosten, Mülltonnen, etc. hauptsächlich durch Duftstoffe aus den Analdrüsen der Katzen markiert. Eine frei laufende Katze gibt damit ihren Artgenossen zu verstehen, dass sie dieses Gebiet bereits für sich beansprucht. So können sich andere Tiere im Freien gut orientieren und merken sofort, wenn sie ein fremdes Territorium betreten. Natürlich hinterlassen sie auch in bereits markierten Revieren ihre eigene Duftnote, was dann wiederum das alteingesessenen Tier warnt: Achtung, hier gibt es einen Rivalen. Besonders zur Paarungszeit ist das Markier-Verhalten der Tiere stark ausgeprägt. Sowohl Kater als auch Kätzinnen machen sich mit ihren Duftstoffen aufeinander aufmerksam. Im Gegensatz dazu vergräbt jede Katze ihre Exkremente in lockerer Erde, um evtl. Feinde nicht auf sie aufmerksam zu machen.

Auf dem Lande hat eine Katze meist ein sehr ausgedehntes Revier, das sie in regelmäßigen Abständen kontrolliert und durch erneutes Markisen sichert. Nimmt sie dabei den Geruch einer anderen Katze wahr, wird sie versuchen, deren Geruch durch ihren eigenen zu überdecken und fortan diese Stellen häufiger besuchen, um mögliche Rivalen schnellstmöglich zu vertreiben. In den Städten sind die Territorien der Katzen nicht so weit ausgedehnt und überschneiden sich recht oft. Dabei haben diese Stadtkatzen gelernt, ihren Nachbarn entweder zu akzeptieren oder ihm aus dem Weg zu gehen. Dabei spielt es keine große Rolle, ob es sich um ein männliches oder weibliches Tier handelt, denn jedes Tier braucht sein eigenes Revier zum jagen, spielen, schlafen, fressen und zur Fortpflanzung.

Bei Wohnungskatzen aber wird das Markieren ihres Reviers zu einem sehr unangenehm riechenden Übel. Vor allem die Duftmarken des geschlechtsreifen Katers sind von sehr penetranter Intensität und sind auch nur schwer von markierten Möbeln oder Zimmerwänden zu entfernen. Die beste Behandlung ist hier eine rechtzeitige Vorbeugung durch Kastration, ein relativ kleiner operativer Eingriff durch den auch die Erzeugung der Duftstoffe gestoppt wird. Zwar wird der Kater nach wie vor an bestimmten Stellen seinen Schwanz heben und markieren wollen, aber es werden keine übel riechenden Spritzer mehr verteilt.

Das optische Markisen spielt eine eher untergeordnete Rolle. Katzen mit Freilauf haben nicht nur ihren Lieblingsplatz an dem sie z. B. ungestört aufs Klo gehen, oder wo sie am besten beobachten oder schlafen können, sondern auch einige Lieblingsbäume, an denen sie ihre Krallen schärfen können. Optische Markierungen sind Kratzspuren an Bäumen und  das ständige Begehen bestimmter Wege im Revier, wodurch z. B. das Gras nicht so hoch wächst. Diese Wege wird dann jede Katzenmutter ihren Jungen beim ersten Spaziergang zuerst zeigen, weil sie die sichersten sind.

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